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Geschrieben im Monat November 2018:
Guten Tag allerseits,
 
13.11.2018

Man muss aufpassen wie ein Schießhund. Diese Woche im Bioladen: Ich wollte mein seit vielen Jahren benutztes Brennessel-Shampoo von Logona kaufen. Gab's nicht mehr. Als ich zu Grummeln begann, setzte mich die Ladnerin über folgenden Umstand in Kenntnis: Die Naturkosmetikfirma Logona sei von Nestlé aufgekauft worden. Weshalb nun sie, die Ladnerin, Logona aus ihrem Sortiment genommen habe. Lob und Dank dieser Frau, denn mit den Gaunern von Nestlé will ich nichts zu schaffen haben, egal was sie verkaufen. Problem allerdings: Ich muss mir ein neues Shampoo suchen. Nun gut, bis ich was gefunden habe, muss halt meine Olivenseife auch für die Haare herhalten.

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Doch ja, ich bin beunruhigt. Denn ein solches Trockenextrem ist mir hierzulande in 63 Lebensjahren noch nicht begegnet: Seit rund acht Monaten ist für die Landschaft rings um mein Wohndorf im Unterwesterwald kein nennenswertes Regenereignis mehr zu verzeichnen. Wenn es mal "geregnet" hat, erschöpfte sich das in wenigen Minuten Geniesel und Getropfe. Eine der sichtbarsten Folgen: Viele der hiesigen Nadelbaumbestände sind seit Spätsommer großflächig rostbraun geworden = vertrocknet, vom Borkenkäfer zerfressen, kaputt.


12.11.2018



Bei der hier avisierten Veranstaltung habe ich die Ehre, den Hauptvortrag zur halten.  Titel des Referats: "200 Jahre Raiffeisen und Marx: Was verbindet die beiden, was sind die Gegensätze. Ein philosophisch-politischer Diskurs."

Infos zu weiteren Programmpunkten, Beteiligten Ort, und Ablauf finden sich hier >>
 


12.11.2018

Tschechischer Abend beim Musik-Institut Koblenz. Das 3. Anrechtskonzert führte jetzt drei Komponisten aus dem alten Kulturland am Übergang von West- zu Osteuropa zusammen. Alle drei sind sie im 19. Jahrhundert geboren und erlebten den Anfang oder die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts noch. Das Konzertprogramm präsentiert Leos Janacek, Bohuslav Martinu und Antonin Dvorak mit nicht alle Tage zu hörenden Werken – die aber per se und erst recht so, wie hier vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter Garry Walker gespielt, richtig Freude machen. Gastsolist war der britische Cellist Guy Johnston.

> Meine Konzertbesprechung
(3700 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


10.11.2018

The European Balcony Project

Am heutigen 10. November wird aus Anlass des 100. Jahrestags der Beendigung des Ersten Weltkrieges und der Ausrufung mehrerer Republiken zeitgleich um 16 Uhr „von Balkonen in ganz Europa” ein „BürgerInnen-Manifest für die Europäische Republik” verlesen werden. Den Text haben die deutsche Politikwissenschaftlerin Ulrike Guerot und der österreichische Schriftsteller Robert Menasse unter Mitarbeit des Schweizer Regisseurs Milo Rau verfasst.

Die Aktion zB in KOBLENZ mit Django Reinhardt: Rathausbalkon, Willi-Hörter-Platz (Schängelbrunnen). In MAINZ: Balkon Staatstheater. Wie gesagt: 16 Uhr.


09.11.2018

Es mag drei Jahre her sein. Als ich eines Tages aus dem Wald zurückkam, fragte mich das auf der Gass' spielende kleine Nachbarsmädchen: "Hat du Schwildewein sehn?" Seither gibt es in meinem Revier sowie Waldschraten-Wortschatz die Spezies mit der reizenden Bezeichnung Schwildewein. Wie ich jetzt darauf komme? Nun, heute in dämmriger Früh bin ich draußen drei jugendlichen Vertretern dieser Art begegnet. Als sie meiner gewahr wurden, stoben sie erschrocken in wilder Hatz von hinnen. Im selben Schreckmoment entfleuchte mir der Spontanausruf: "Sakra, Schwildewein!"


08.11.2018

Ein bisschen Werbung in eigener Sache:
Den Freunden klassischer Musik und/oder lokaler  Musikgeschichte in Koblenz sei noch einmal mein im September erschienenes Buch "Aus Liebe zur Musik - Das Musik-Institut Koblenz im Lauf der Zeiten 1808 bis 2018" ans Herz gelegt. Inhaltlich - wie ich als Autor selbstredend finde - hochinteressiert, eignet es sich wegen seiner hochwertigen Aufmachung auch ausgezeichnet als Weihnachtsgeschenk (Hardcover im Schuber, Format 30 x 22 cm, 225 Seiten, reich bebildert, 25 Euro).  Den Buchhandelsvertrieb hat das Musik-Institut der örtlichen Buchhandlung Reuffel übertragen, über deren Internetshop  (www.reuffel.de) es auch von auswärts zu beziehen ist. Auch bei jedem Anrechtskonzert des Musik-Instituts (zB am morgigen Freitag, 9.11.) wird das Buch im Foyer der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle angeboten.

Leseprobe: Das Vorwort (hier)


07.11.2018

Für mich die interessantesten, auch erfreulichsten Faktoren bei den US-Zwischenwahlen: a) "Durchregieren" ist für Trump nicht mehr möglich wg. jetzt Repräsentantenmehrheit gegen ihn. b) Bei den Senatswahlen haben 44 Millionen für die Demokraten gestimmt, 33 Millionen für die Republikaner. Das macht Hoffnung - auch wenn Letztere dort dennoch zwei Sitze hinzugewonnen haben, was einer verzerrenden Eigenheit des US-Wahlrechts geschuldet ist. c) Noch mehr Hoffnung macht die Analyse des Stimmverhaltens nach Altersgruppen > 18- bis 24-Jährige = 68 % für die Demokraten; 25 bis 29 = 66 %, 30 bis 39 = 59 %, 40 bis 49 = 52 %. Erst in den Alterklassen ab 50 liegen die Republikaner vorn.

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Der rheinland-pfälzische Kultursommer 2018 ist vorbei, die Vorbereitungen für den 2019er laufen. Das wird dann der 28. Jahrgang einer landeskulturellen Unternehmung sein, die noch unter Ministerpräsident Rudolf Scharping ins Leben gerufen wurde. Als einer ihrer zentralen Zwecke gilt seit jeher: Im Flächenland Rheinland-Pfalz die Versorgung des ländlichen Raumes und der kleinen Städte mit Kunst und Kultur zu stärken. Nun aber tritt ein Problem zutage: Ein beträchtlicher Teil derer, die seit vielen Jahren vor Ort zentrale Stützen des Kulturgeschehens sind, kommen ins Rentenalter. Zugespitzt formuliert: Dem Kultursommer droht eine ganze Generation erfahrener Partner wegzubrechen.

> Meine Betrachtung zu dieser Problemlage
(4500 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


06.11.2018

Manchmal wundert es mich wirklich, dass sich auf unseren Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen überhaupt noch was bewegt. Mittlerweile ist die Automobildichte derart hoch, das schon kleinste Unregelmäßigkeiten im Verkehrsfluss binnen Minuten zu beträchtlichen Stauphänomenen führen. Und ein nur mittelprächtiger Unfall auf einer Hauptader kann - wie heute vormittag in Mainz erlebt - den Verkehr einer ganzen Großstadt oder Region schier zum Erliegen bringen. Denkt man sich nun dazu, dass in Millionen Autos Millionen ganz verschiedener Individuen mit unterschiedlichen Fahrstilen, Verhaltensweisen, Fähigkeiten hinter dem Steuer sitzen und jedes jeden Moment unzählige bewusste und noch mehr unbewusste Einschätzungen, Entscheidungen, Handlungen vornehmen muss - ja dann kommt mir fließender Massenverkehr als Kollektivleistung fast wie ein Wunder vor.


05.11.2018

Das nun die zweite Spielzeit unter Leitung von Anselm Weber stehende Schauspiel Frankfurt hatte beim Autorenduo Lutz Hübner/Sarah Nemitz ein Stück in Auftrag gegeben. Brandheißes Thema: Was lässt unsere Gesellschaft auseinanderbrechen und macht die Populisten stark? Das Ergebnis heißt „Furor“ und stellte sich jetzt bei der Uraufführung als beklemmendes wie interessantes Kammerspiel vor, bei dem die Verfasser und der inszenierende Intendant einen Politiker, eine Krankenpflegerin und einen Paketboten in furios eskalierende Konfrontation treiben.

> Meine Premierenkritik
(4200 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


02.11.2018

Bisweilen schreibt der Zufall die besten Geschichten. Just als im Landesmuseum Mainz das Nachdenken begann, wie der Wahlpfälzer Max Slevogt anlässlich seines 150. Geburtstages 2018 gewürdigt werden könne, sprach ein Privatmann vor. Sein Ansinnen: Man möge ein Gemälde aus seinem Besitz prüfen, das von Max Slevogt signiert sei. Echtheitsprüfung und Herkunftsrecherche ergaben eine kleine Sensation und führten zum Einstieg in eine Arbeit, aus der die jetzt in Mainz laufende hoch spannende Ausstellung „Ein Tag am Meer – Slevogt, Liebermann & Cassirer“ hervorgegangen ist.

> Meine Ausstellungsbesprechung
(4250 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


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Anschluss Monat Oktober:

31.10.2018

Gestern wurde ich in kleiner Plauderrunde gefragt: Glaubst du, es ist absehbar ein Maximum für den Stimmzuswachs der AfD erreicht, und wenn ja, wie hoch könnte das liegen? Meine Antwort: bei rund einem Fünftel der Wahlbeteiligten, also 20 % plus/minus 1 bis 2 %, bundesweit. Interessant die gegensätzlichen Reaktionen darauf: "So viel!?", entsetzt sich einer; "nicht mehr?" zweifelt ein anderer. Jeder wollte dann wissen, wie ich auf diese Zahleneinschätzung komme. Antwort meinerseits:

Das Fünftel setzt sich zusammen aus a) dem seit Jahrzehnten in soziologischen Untersuchungen immer wieder bestätigten latenten Potenzial rechtsradikaler Weltbilder und Denkmuster in der deutschen Bevölkerung, die jüngst an die Oberfläche drängen. Sowie b) aus jenen "Protestwählern", deren Bindung an Freiheitlichkeit und Humanismus labil genug ist, dass sie es über sich bringen, im Zorn über oder Angst vor dies und jenem ihre Stimme der autoritären, nationalistischen und antihumanistischen Rückschrittspartei zu geben.

Zudem gibt es erste Anzeichen dafür, dass die AfD zumindest in den West-Bundesländern dieses potenzielle Wähler-Rerservoir nahezu ausgeschöpft haben könnte. Bei den Wahlen in Bayern und Hessen konnten die Rechtsradikalen keine nennenswerten Stimmzuwächse mehr gegenüber der Bundestagswahl verzeichnen - trotz zahlloser Steilvorlagen durch den Groko-Kladderadatsch.


29.10.2018

Interessant, lehrreich und zugleich reich an musikalischem Genuss: Was im klassischen Konzertbetrieb durchaus nicht immer harmonisch zusammenkommt, darf das zweite Anrechtskonzert beim Musik-Institut Koblenz für sich in Anspruch nehmen. Werke von Debussy, Chopin und Strawinsky wurden vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter Garry Walker in der prall gefüllten Rhein-Mosel-Halle gespielt. Doch trotz der Komponisten Berühmtheit und ihrer etliche Generationen überspannenden Präsenz im Repertoire, sind zwei der drei Nummern hierorts live wohl noch nie gehörte Raritäten.

> Meine Konzertbesprechung
(3700 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


28.10.2018

So, die Entscheidung ist gefallen: Mein traditionelles Neujahrsessay für die Rhein-Zeitung wird sich diesmal mit dem Thema "Heimat" befassen. Drei Arbeitstitel habe ich mir dafür verpasst: a) Was ist Heimat?; b) das Bedürfnis nach Geborgenheit; c) Die ewige Sehnsucht nach Arkadien. Eine erste schnell Umschau in jüngeren Einlassungen zum Themenfeld ergab: 1. Es gibt keine allgemeingültige Definition von Heimat. 2. Es gibt keinen wirklich vernünftigen Grund, den Begriff dem Konservatismus oder gar Rechtsradikalismus zu überlassen. 3. Heimat war/ist objektiv und subjektiv ein sich fortwährend wandelndes Phänomen.


Weiter zurückliegende Texte
siehe Rückschau-Links unten


 
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Andreas Pecht


2018-10-31 Rückschau:
"Guten Tag allerseits" Oktober 2018


2018-09-30a Rückschau:
"Guten Tag allerseits" in den Monaten
August/September 2018


 

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