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Geschrieben im Monat Dezember 2018 / Januar 2019:
Guten Tag allerseits,
 
19.06.2019

Kopfschütteln bei der gemütlichen Zeitungslektüre am Samstagmorgen. In Deutschland ist eine neue Tempolimit-Diskussion ausgebrochen - die neunte seit den Ölkrisen der 1970er. Während seither fast alle Länder Europas, ja rund um die Welt vernünftigerweise ihr Autobahntempo auf 90 bis 130 km/h begrenzt haben, erhebt sich hierzulande sofort wieder mit den immergleichen unsinnigen Argumenten das immergleiche Gezeter dagegen. Muss sich da noch jemand wundern, dass unsere Kinder am Willen der Erwachsenen zum Erhalt eines auch für sie noch lebenswerten Planeten (ver)zweifeln und zornig auf die Straßen ziehen? Sie sehen doch, dass es mit dem Klimaschutz nichts werden kann, wenn die Alten nichtmal so eine läppische, simple, obendrein kostensparende und Verkehrsopferzahlen reduzierende Tempobegrenzung auf 130 km/h hinkriegen.


18.06.2019

Die Bundesrepublik Deutschland wird im Januar 2020 bei der Unesco den Antrag einreichen, die Schum-Stätten von Speyer, Worms und Mainz in die Weltkulturerbe-Liste aufzunehmen. Dies ist der seit 2006 verfolgte Plan, an den sich in Rheinland-Pfalz große Hoffnungen knüpfen auf Anerkennung seiner ältesten und bedeutendsten Relikte jüdischen Lebens als Welterbe. Im Landesmuseum Mainz präsentierten jetzt Wissenschaftler und Landesvertreter den Stand der Vorbereitungen ein Jahr vor Antragstellung.

> Mein Bericht
(4800 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


16.01.2019

Weil die Sonne in die Schreibstube scheint, habe ich eben mal die Nase rausgestreckt und staune nicht schlecht: Die Vögel machen Konzert als sei Ende März; quer über die Wiese und in allen Außentöpfen recken Krokusse und anderes Pflanzengezücht reichlich mit Macht die Hälse aus der Erde. Es riecht nach Frühling, das ist schön. Aber es riecht auch etwas falsch - jetzt, Mitte Januar.


14.01.2019

In Mainz hatte jetzt eine Bühnenfassung von Hans Falladas Roman „Kleiner Mann – was nun?“ Premiere. Damit thematisiert das dortige Staatstheater ein wesentliches Moment der aktuellen gesellschaftspolitischen Verwerfungen: die Angst der Mittelschicht vor sozialem Absturz. Die Inszenierung von Alexander Nerlich nimmt sich immerhin drei Stunden und 15 Minuten Zeit, nicht nur den während der Wirtschaftskrise zum Ende der Weimarer Republik spielenden Hauptstrang der Handlung nachvollziehbar in Szene zu setzen. Besonderes Augenmerk gilt einigen (kapitalistischen) Mechanismen, die alle Bemühungen des Johannes Pinneberg und seiner Frau Lämmchen um bescheidenes Lebensglück aushebeln. Ein langer Abend, der jedoch nie langweilig wird.

> Meine Premierenbesprechung
(4200 Anschläge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)


11.01.2019

Es sagt sich vom derzeit schneearmen bis schneelosen Westen und Norden Deutschlands aus leicht: "Es ist Winter, da gibt's halt Schnee. Was also soll die Aufregung da mit Bayern und Österreich?" Wenn du nicht mehr zur Arbeit kommst und die Kinder es nicht mehr zur Schule schaffen, wenn auf deinem Hausdach 150 oder mehr Zentimeter Schnee liegen und es knirscht im Gebälk, wenn dein Landratsamt den Notstand ausruft und sogar die Armee zum Schneeräumen anrückt ... Dann, ja dann sieht die Sache anders aus. Und: Den jetzt Betroffenen wird der Hinweis "die sind viel Schnee doch gewohnt" so wenig gerecht, wie ein entsprechender Hinweis bezüglich Hochwasser den Anwohnern an Rhein, Mosel und Co gerecht würde, wenn die sich mit einer überdurchschnittlich starken Flut herumschlagen müssten.


09.01.2019

Nachdenken. Ich versuche, mir vorzustellen, wie das ist: Du hast einige zehntausend Follower auf Facebook und Twitter, die dich jedesmal, sobald du irgendeinen Pups loslässt, sofort gleichermaßen mit Jubel überschütten, mit Kommentaren eindecken, mit Shitstürmen heimsuchen. Der Politiker Robert Habeck fragte sich nun: Was macht das mit mir?

Anmerkung zum Rückzug Robert Habecks aus Facebook und Twitter
(freier Lesetext)


02.01.2019

Nunmehr zum 20. Mal das erste Lebenszeichen von mir jeweils am Jahresbeginn: Mein ganzseitiges Neujahrsessay, publiziert von der Rhein-Zeitung traditionell am ersten Werktag des neuen Jahres auf einer Seite "Kultur extra". Heuer ist das Thema "Heimat" und das schon mehr als 150 Jahre andauernde Ringen um die Deutungshoheit über den Heimatbegriff zentraler Gegenstand der Betrachtung.


> Heimat - Das ewige Sehnen nach Geborgenheit. Nichts hat unsere Lebensweise so verändert wie der „Fortschritt“

(12100 Anschläge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)




18.12.2018

So. Das war's von mir für dieses Jahr. Für ein Weilchen ziehe ich mich nun von der Welt und aus dem Netz zurück. Bis Freitag gilt es noch, in stiller Konzentration das Neujahrsessay 2019 fertigzustellen. Danach herrschen hier bis Anfang Januar Betriebsruhe und Seelenfrieden. Als kleine Wegzehrung sei deshalb etwas verfrüht die jüngste Ausgabe meiner Monatskolumne "Quergedanken" als Lektüre zur Vorbereitung auf den Jahreswechsel angeboten.

Ich wünsche nun allerseits behagliche Feiertage nebst einem guten Rutsch ins neue Jahr.

Quergedanken Nr. 167:
Vorsatz für 2019: Gas wegnehmen 

(freier Lesetext)


18.12.2018

Tief im Archiv bin ich auf eines meiner Neujahrsessays gestoßen, das mir gar nicht mehr in Erinnerung war - obwohl es nach Erscheinen am 3. Januar 2005 einigen Disput zur Folge hatte. Entstanden zu einer Zeit, da George W. Bush US-Präsident war und Osama bin Laden der globale Terrorist Nr.1, haben etliche grundlegende Erwägungen dieses Textes Aktualität behalten, ja noch hinzugewonnen. FREIER LESETEXT.

 2005-01-03: Neujahrsessay
Das Erbe der Aufklärung ist in Gefahr



17.12.2018

Koblenz macht derzeit bundesweit Schlagzeilen: Mit einem von CDU, FWG und AFD herbeigeführten Stadtratsbeschluss zur - Schwimmbadordnung. Der verbietet de facto fortan das Tragen von Burkinis im städtischen Bad. Islamophobie? I wo, mitnichten, wo denkt ihr hin. (Scheinheilige wie abstruse) Offizialbegründung: Die Körper der Badenden müssten vom Aufsichtspersonal wegen möglicher Krankheiten, Hautauschläge, Wunden einsehbar sein. Die Neoprenanzüge der Sportschwimmer/-taucher sind davon allerdings ausgenommen.

Ich will die Fülle der Argumente für und wider hier nicht nochmal aufrollen, das Netz ist voll davon. Es seien nur zwei Blickwinkel hinzugefügt, die dort bislang kaum eine Rolle spielen:

1. Wäre die Sache nicht so bedenklich, könnt' man sich wegschmeißen vor Lachen. Denn der Bikini ist jetzt offenbar die Rüstung des abendländischen Heerzuges gegen die vermeintliche Islamisierung unserer Schwimmbäder. Noch in meinen jungen Jahren galt der knappe Zweiteiler den gleichen Kämpen freilich als moralischer Untergang des Abendlandes.

2. Der Burkini ist m.E. die erste wirklich interessante Innovation westlicher Bademoden seit Jahrzehnten. Durchaus ein bisschen Retro, insofern er die Ganzkörperbadeanzüge für Frauen und Männer aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schnittig überarbeitet ins 21. holt.


16.12.2018

Rückblick-Reihe auf frühere Neujahrsessays:
Für mein 2013er Essay trat ich der allzeit aktuellen Frage näher: Welche Bedeutung hat Kunst/Kultur, haben musisches Tun und Erleben für die Entwicklung der Menschheit? Sind sie nur hübsches, unterhaltsames Feierabend-Beiwerk zum Leben, dessen essentieller Fortschritt sich indes seit jeher primär auf den Feldern des Überlebenskampfes und sachlichen Erkenntnisgewinns vollzieht, also in Ökonomie und Wissenschaft? Nein, so war es nie und ist es nicht, vielmehr gilt sei jeher: .... (siehe Überschrift unten). > FREIER LESETEXT

2013-01-02 Neujahrsessay:
Ohne den Kuss der Musen kann es keinen echten Fortschritt geben


                                                  ***

Das Hirn ist ein seltsames Organ. Da spült es mir beim Mittagessen völlig unvermittelt und anlasslos aus den tiefsten Gedächtnisbereichen eines der frühesten Lieder der Anti-AKW-Bewegung an die Oberfläche. Und gleich noch eine komplette Strophe - das mir, der ich eigentlich keine zwei Gedichtzeilen behalten kann. Die Strophe geht so:
"Im Elsass und in Baden war's lange große Not / da schlugen wir im Krieg für unsere Herrn einander tot. / Jetzt steh'n wir hier zusammen in Whyl und Marckolsheim / und halten dort gemeinsam eine ANDERE Wacht am Rhein. // Auf welcher Seite stehst du, he, / hier wird ein Platz besetzt. / Hier schützen wir uns vor dem Dreck / nicht morgen, sondern jetzt."


15.12.2018

Sapperlott! Am Mittwoch hatte ich meine Monatskolumne "Quergedanken" fertig. Sie erscheint nächste Woche unter der Überschrift "Vorsatz für 2019: Gas wegnehmen". Ich war mit der Themenwahl recht zufrieden; dachte, das ist ganz originell, denn nur wenige Medien werden derzeit auf "Entschleunigung" herumreiten. Denkste! Am Donnerstag ist DIE ZEIT erschienen mit der Titelschlagzeile "Fluch der Geschwindigkeit" - und auch hier auf FB steckt in vielen der frühen Feiertagsgrüße die Ermunterung, der beschleunigenden Gegenwart Besinnung, Ruhe, Langsamkeit entgegen zu setzen. Auch gut: Wenn ich schon nicht originell bin mit demThema, so habe ich wenigstens den Finger am Puls eines offenbar weithin als brennend empfundenen Gegenwartsproblems.


14.12.2018

Sechs Ausstellungen avisiert das Arp Museum für 2019. Stand die Saison 2018 unter dem Motto „Farbenrausch“, so heißt die programmatische Überschrift für das neue Ausstellungsjahr „Sammlungen“. Das Museum in Remagen-Rolandseck wirft einmal mehr drei zum eigenen Bestand gehörende Sammlungen in die Waagschale, die im kommenden Jahr mit der amerikanischen Haukohl Family Collection und der More Sky Collection zusammentreffen. Die Saison startet am 10. Februar mit einem Rückblick auf die florentinische Barockkunst zur Medici-Zeit. Parallel präsentieren die internationalen 2018er Stipendiaten des Künstlerhauses Schloss Balmoral Bad Ems ihre Schlussarbeiten, die unter der Themenvorgabe: „Gestaltung der Zukunft“ entstanden. Im März kommt dann eine umjfangreiche Schau zum Oeuvre Otto Pienes hinzu.

> Mein Vorschau-Bericht
(4500 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


11.12.2018

Rückblick-Reihe auf frühere Neujahrsessays:
Noch geprägt von Verlauf und Auswirkungen der Finanzkrise 2008/2009  sowie den damals aktuellen Forschungsergebnissen über die Weltbevölkerung und das Fortschreiten des  Klimawandels, entstand mein 2012er Neujahrsessay (veröffentlich am 2. Januar 2012 in der Rhein-Zeitung).  Wesentliche Grundaussagen des Textes haben ihre Gültigkeit bis heute behalten, auch wenn jüngere Entwicklung wie Migrationsfrage oder vermehrtes Aufkommen rechtspopulistischer Bewegungen/Regierungen darin noch kaum eine Rolle spielen (können).

2012-01-02 Neujahrsessay (freier Lesetext):
Wachset und mehret euch bloß nicht noch weiter - Wir stecken mittendrin in einem gewaltigen Epochenumbruch



10.12.2018

Während der Generalprobe wurde klar: Klarinettenstar Sharon Kam ist zu krank, um am selben Abend beim fünften Anrechtskonzert des Musik-Institut Koblenz mit der heimischen Philharmonie auftreten zu können. Nun liefen die Drähte heiß. Ein Ersatz musste gefunden, der frei ist, der die Klarinettenkonzerte von Aaron Copland und Artie Shaw drauf hat und der binnen fünf Stunden in Koblenz sein kann. Um 15 Uhr sprang Dimitri Ashkenzy in Basel in den Zug. Würde die Deutsche Bahn ihn fahrplanmäßig und so gerade noch pünktlich zum Konzertbeginn in Koblenz abliefern? Tat sie nicht. Es kam dennoch zu einem umjubelten Auftritt des "Ersatzsolisten".

> Meine Konzertbesprechung
(4200 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


07.12.2018

Auf Vorschlag zweier Freunde stelle ich eine kleine Artikelreihe zusammen mit einer Auswahl meiner früheren (kostenfreien) Neujahrsessays. Bis Weihnachten werde ich hier und auf meiner website in loser Folge einzelne dieser Texte zur Lektüre empfehlen, die in Teilen oder als Ganzes Bezüge zu noch aktuellen Entwicklungen/Diskursen haben. Nach dem vorgestrigen Hinweis andernorts auf das 2016er Neujahrsessay "Veränderung ist der historische Normalzustand" heute nun zusätzlich der Aufsatz vom Januar 2014.


2014-01-02 Neujahrsessay:
Die Neuvermessung des Menschlichen.  Zwischen Entschleunigung und Selbstoptimierung

(freier Lesetext)


2016-01-02 Neujahrsessay:
Veränderung ist der historische Normalzustand

(freier Lesetext)



06.12.2018

Ach Kinners, was ein nikoläusiges Durcheinander allenthalben - nur weil die eigentlichen Urspünge mancher Gebräuche in Vergessenheit geraten sind. KINDERN mit Ruprechts Rute zu drohen, sie gar damit zu schlagen, ist nicht nur heute unzeitgemäß, sondern auch historisch eine sehr junge Unsitte. Ureigentlich (mittelalterliche Tradition, anknüpfend an keltisch-germanisches Brauchtum) wurde der RutenSTREICH zwischen die Beine erwachsener Frauen und Männer geführt, auf dass er deren Zeugungskraft stärke = Fruchtbarkeitsritual. Back to the roots!


04.12.2018

Manchmal gibt es so Situationen, die braucht man nicht wirklich. Gestern (So) widerfuhr mir dies: Nach fünf Stunden schreiberischen Ringens war am frühen Nachmittag die Kritik zur Samstagspremiere am Theater Koblenz im Kasten. Hernach ein Schläfchen, dann ein Käffchen als Pause vor dem nächsten Einsatz: Uraufführung von "Mut und Gnade" in der Regie von Luk Perceval im Bockenheimer Depot zu Frankfurt. Dafür so gegen 16.15 Uhr noch geschwind ein Blick ins Internet auf die Besetzungsliste. Aus dem Augenwinkel plötzlich die Schweißausbrüche hervorrufende Wahrnehmung: "Vorstellungsbeginn Sonntag 18 Uhr" - nicht, wie normalerweise, 19.30 Uhr.


Ich also im häuslichen Räuberzivil ins Auto gestürzt und mit Karacho auf die A3, um die 110 Kilometer von Haustür zu Parkhaus runterzureißen. Fünf Minuten vor Vorstellungsbeginn stand ich japsend und entnervt zwischen entgeisterten bis ungehaltenen Leuten vor der Theaterkasse. Dort rief eine sichtlich nicht minder entnervte junge Mitarbeiterin des Hauses den Wartenden wohl schon zum x-ten Male zu: "Die Vorstellung fällt aus!" Ein Schauspieler habe sich verletzt.


So kam es, dass ich den frühen Sonntagabend bei einer meiner "liebsten" Beschäftigungen verbrachte: Autofahren in Regennacht auf überfüllter Autobahn. Happy End: Schon gegen 21 Uhr lag ich daheim auf dem Sofa - umfangen von der Gnade des Schlummers und jeden Mutes enthoben.



03.12.2018

„Das hat viel Spaß gemacht.“ „Ein arger Klamauk.“ So zwei Besucher der Premiere von „Der Diener zweier Herren“ am Theater Koblenz. Beide Zuseher liegen richtig, mögen sie den zweieinhalbstündigen Abend auch fast gegensätzlich empfunden haben. Darin spiegelt sich jenes Problem, das die Neuzeit mit der alten Theaterform der Commedia dell'Arte seit jeher hat. Und Regisseur Kai Festersen hielt sich bei seiner Umsetzung von Carlo Goldonis Komödie ziemlich eng an die Manier des einstigen Jahrmarktstheaters.

> Meine Premierenbesprechung
(4350 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


02.12.2018

Das schönste Geschenk zum Dezemberbeginn: Erstmals SEIT APRIL gibt es in meinem Refugium wieder mehr Niederschlag als nur ein bisschen Getröpfel für ein paar seltene Minuten. Fast 10 Stunden währt nun schon ein wunderbarer Landregen - die ausgetrocknete Natur säuft und säuft und säuft.


01.12.2018

Beim gemütlichen Blättern durch die samstägliche Frühstückszeitung gewann ich bald den Eindruck: Sehr viele Weihnachtsmärkte heißen gar nicht "Weihnachtsmarkt", sondern tragen offenbar schon eine ganze Weile lokal spezifische Namen wie Pfefferkuchenmarkt, Knuspermarkt, Sterntalermarkt, Striezelmarkt, Printenmarkt, Lebkuchenmarkt, Christkindlmarkt... Forscht man ein bisschen nach, findet sich: Mancherorts gab es Vorläufer als Wintermarkt resp. "Fleischmarkt" von Handwerkern und Bauern schon im Mittelalter. Zum schier flächendeckenden - und pittoresk unterhaltsamen - Vorweihnachts-Phänomen wurden die Weihnachtsmärkte allerdings erst im 20. Jahrhundert, teils erst in den letzten drei Jahrzehnten.


                                            ***


Anschluss Monat November:


25.11.2018

Man kann die abendländischen Feste und Feiertage des Winterhalbjahres fast alle AUCH auf Traditionslinien   zurückführen, deren Urspünge weit vor der Christianisierung liegen. Danach würde sich der Festtagskalender für diese Jahreshälfte etwa so lesen:
Erntedank >Rübengeistern, Traulichtern, Samhain, Halloween (= Allerheiligen) > Rauhnächte, Mittwinter, längste Nacht (= Weihnachten) > Winteraustreibung, letzter Schmaus (Karneval) > Frühlings- und Fruchtbarkeitfest (Ostern).  Meine  Monatskolumne "Quergedanken" wirft mal einen launigen Blick auf die alten Bräuche und darauf, wie es um sie heute steht, seien sie christlichen oder vorchristlichen Ursprungs.

Quergedanken 166: Brauchtumspflege im Schlamassel 
(freier Lesetext)


23.11.2018

Eine Stunde nur dauert die jüngste Tanzproduktion am Staatstheater Mainz. Aber es ist eine beglückende Stunde. „Nothing“ nennt sich die vom israelischen Choreografen Roy Assaf mit der tanzmainz-Compagnie kreierte Arbeit. Doch die ist alles andere als ein Nichts. Sie steckt voller Witz, Sinnlichkeit, Lebensfreude sowie tänzerischer Leistungen auf sehr hohem Niveau. Sieben Frauen und sieben Männer in Badeanzügen und -hosen tanzen, plappern, singen eine sprühende Dichte von Bildern, Szenen, Sequenzen über Menschliches und Allzumenschliches.

> Meine Besprechung der Uraufführung
(3900 Anschläge, RZ-Text, 49 Cent)


21.11.2018

Autsch'n! Sapperlott, da kriegst du doch die Motten! Es haben sich zwischen die Ofenscheite in meinem Holzlager etliche Wespen vor dem Winter zurückgezogen. Die sind zwar völlig erstarrt und teils auch schon mausetot - aber stechen tun sie noch immer.


20.11.2018

Gestern (Mo) schöne, interessante, gut besuchte Veranstaltung "200 Jahre Marx und Raiffeisen. Große Ideen für die kleinen Leute" in Weyerbusch/WW erlebt. Sehr aufmerksames Publikum beim Kooperationsabend von DGB und Friedrich-Ebert-Stiftung. Mein Vortrag über Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen dem revolutionären Kapitalismusanalytiker aus Trier und dem christlichen Genossenschaftspionier aus dem Westerwald bekam ordentlich Beifall und ich nachher allerhand persönlichen Zuspruch.

Ich werde 2019 wohl noch mehrmals bei anderen Veranstaltern zu diesem Thema sprechen. Ein Vortragsabend steht bereits fest: 21. Februar Altenkirchen/Haus Felsenkeller. Im Gespräch, aber noch nicht festgezurrt, sind Vorträge in Koblenz (Landesmuseum Festung Ehrenbreitstein) sowie in Trier. Falls irgendwo mich noch jemand für dieses Thema 2019 engagieren möchte: Bitte bald bei mir melden, auf dass wir Termin und Honorar aushandeln können.


Weiter zurückliegende Texte
siehe Rückschau-Links unten


 
Wünsche Erhellung und Anregung bei der Lektüre
hier avisierter oder in der linken Spalte auf der Startseite gelisteter neuer Artikel.
Andreas Pecht


2018-11-30 Rückschau:
"Guten Tag allerseits" November 2018


2018-10-31 Rückschau:
"Guten Tag allerseits" Oktober 2018


 

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