Guten Tag allerseits

20.07.2021

Padautz, krawumm. Unruhige Nacht. Kurz nach 0 Uhr begann sie hierorts, die Parade der Sommergewitter. Jede halbe Stunde ein neues bis um viere in der Früh. Die ersten beiden nur sehr laut und von stroboskopischer Helligkeitsgewalt - so viel Olympierkrawall war schon ein Weile nicht mehr. Um 2 Uhr dann auch sprichwörtliche Öffnung der Himmelsschleusen: Binnen acht Minuten liefen die vordem leeren Regenfässer rauschend über. Ein Glück, dass die Flut nach zwölf Minuten vorbei war.

Drinnen im Haus brütende Schwüle. Man liegt auf dem Bett in schweißiger Nacktheit und lauscht den Elementen - fasziniert, ja beinahe beglückt, doch zugleich etwas besorgt. Fenster auf, Fenster zu, Fenster auf, Fenster zu ... Zwischendurch raus, die Wasserfässerzuläufe schließen, und runter in den Keller, prüfen, ob die Kanalisation überquillt. Alles ok. 3.15 Uhr, erstes Frühstück. 3.30 Uhr, die Götter beginnen, sich abzuregen. 4 Uhr, wieder ab aufs Bett. Sooo müde, doch in der Sauna schläft es sich nicht gut. Dösen, dösen, dösen .... nichts mehr. 8.15 Uhr: Zweites Frühstück. Gartenrunde: Kartoffelpflanzen ordentlich zerzaust, eine Tomatenpflanze umgeknickt. Nichts sonst, doch alles wunderbar nass.


18.07.2021

Gartenzaun streichen draußen, wenn's nicht regnet. Hat es aber Ende Mai/Anfang Juni recht häufig. Dann gab ich drinnen einer Versuchung nach, neulich über mich gekommen beim Blättern im großformatigen Bildband "Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal". Viele Dutzend wunderbare Szenenfotos aus Bausch-Choreografien. Tanzkünstler in starken (Bewegungs-)momenten, vor oft schwierigen Hintergründen, oft auf glänzendem/spiegelndem Boden, in raffiniertem Bühnenlicht - daran wollte/will ich mich für eine Weile mit Pinsel und Farbe abarbeiten, Entdeckungen machen, Wege finden, auch die Motive nach Gusto verfremden.       > Wen's interessiert: Vier erste Resultate hier.


17.07.2021

Bevor noch jemand 'nen Suchtrupp losschickt, weil hier gar so lange gar nichts mehr passiert: Alles gut bei mir, bin gesund und witterungsbedingt gedämpft munter. An Tagen wie diesen spielt sich mein Ruhestands-Leben nun mal draußen ab. Bis Zehne in der Früh bei ein bisschen Gartenarbeit, hernach vornehmlich bedächtig bis zum schieren Stillstand in der Schattenlaube unter den Haselnussbäumen. Was in meinem Smartphone-losen Falle dann eben heißt: offline. Staffelei und Klavier haben hitzefrei, selbst der Fernseher macht Sommerpause, da seine Nutzer erst gegen Mitternacht ins Innere zurückkehren.


03.07.2021

Man merkt: Bundeswahlkampf hebt an. Selbst etliche sonst recht gescheite und maßvolle Leute auch in meinem FB-Kontaktkreis neigen nun wohl um der schlagwütigen parteilichen Kampfrhetorik willen für eine Weile zu argen Vereinfachungen bis nachgerade böswilligen Fehlinterpretationen. Das übliche Getöse halt. Nur vielleicht ein bisschen giftiger - seit die früher einmal sehr groß gewesenen Volksparteien doch recht klein geworden.



28.05.2021

Des Lebens eigentümliche Zufälle: Die 67 000 Exemplare der heute erschienenen Juni-Ausgabe des mittelrheinischen Monatsmagazins "Kulturinfo" waren diese Woche gerade fertig gedruckt, da erhielt ich meinen lange erwarteten Termin zur Corona-Impfung. Dies sei der journalistischen Korrektheit halber angezeigt, weil es in meiner seit 2005 auf Seite 2 des "Kulturinfo" publizierten Kolumne "Quergedanken" in der diesmaligen Folge 191 auch knurrig um die deutsche Impfkampagne geht.       > Lesen hier "Brennt da Licht am Ende des Tunnels?"